Spezialdünger
Warum Mikrogranulat?
Die gezielte Nährstoffversorgung ab dem ersten Tag
Gerade in der frühen Jugendentwicklung von Mais ist die Pflanze besonders anfällig für Nährstoffmangel, insbesondere bei Phosphor und Zink. Kühlere Bodentemperaturen, ungünstige pH-Werte oder Verdichtungen können die Aufnahme dieser wichtigen Elemente verzögern – mit sichtbaren Folgen:
- Verzögertes Wachstum
- Lila Färbung der Blätter (Phosphormangel)
- Weniger Wurzelmasse
- Ertragsverluste
Mikrogranulat – direkt an der Wurzel wirksam
Mikrogranulate bieten hier eine effiziente und pflanzenverfügbare Lösung. Sie enthalten hochkonzentrierte Nährstoffe wie Phosphor, Zink und oft auch Schwefel, Calcium oder weitere Spurenelemente in feiner Körnung. Der große Vorteil: Sie werden gezielt mit dem Saatkorn in die Reihe appliziert, sodass der Keimling von Anfang an optimal versorgt ist – ohne Verluste durch Auswaschung oder Fixierung im Boden.
Vorteile im Überblick:
- Förderung der Wurzelentwicklung und der Bestockung
- Schnellerer Feldaufgang durch bessere Startversorgung
- Gleichmäßigere Bestände
- Höhere Stresstoleranz bei Kälte, Trockenheit oder Verdichtung
- Absicherung des Ertragspotenzials
Bereits 15 kg Mikrogranulat pro Hektar, direkt zur Saat ausgebracht, sind ausreichend, um diese Effekte zu erzielen.
Startphos LEO
NP – Spezialdünger (Mikrogranulat) für Mais, Zuckerrüben,
Kartoffeln, Gemüse und Zierpflanzen
EG – Düngemittel
NP – Dünger 10-40-0 mit Schwefel, Zink, Humin – und Fulvosäuren
Formulierung: Mikrogranulat
Deklaration:
10 % N Gesamtstickstoff
10 % N Ammoniumstickstoff
40 % P2O5 neutralammoncitratlösliches und wasserlösliches Phosphat
38 % P2O5 wasserlösliches Phosphat
1 % Zn Zink
Weitere Bestandteile:
2 % SO3 Sulfat;
> 9,5 % C organischer Kohlenstoff;
> 7,5 % C organischer Kohlenstoff aus Humin- und Fulvosäuren;
> 80 % Humifikationsrate
Inhalt: 20 kg
Spurennährstoffe – der oft unterschätzte Schlüssel zum Ertrag
Bor – der Klassiker im Mangelgebiet
Unsere Region zählt zu den typischen Bor-Mangelgebieten. Bor ist für Pflanzen ein essenzielles Spurenelement, das viele zentrale Funktionen erfüllt:
- Aufbau von Zellwänden
- Zellteilung und Wurzelwachstum
- Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel
- Verbesserung der Kationenbalance – entscheidend für Grundfutterqualität und Tiergesundheit
Besonders bei Mais kann Bor entscheidend sein: Bei Zuckerstau im 4.–8. Blattstadium, oft verursacht durch Trockenheit, aktiviert eine Blattbehandlung mit Bor den Stoffwechsel und verbessert die Nährstoffaufnahme über die Wurzel.
Wir setzen auf das preiswerte und wirkungsstarke Bor Acid (17,4 % B), das flexibel einsetzbar ist – entweder als Blattspritzung oder zur Beigabe in Gülle. Zielwerte im Boden liegen bei 0,5–0,8 mg/kg.
Gebinde: 25 kg Sack
Schwefel – der unterschätzte Proteinbaustein
Schwefel ist für den Pflanzenstoffwechsel ebenso unverzichtbar wie Stickstoff – besonders in der Eiweißbildung. Viele Kulturen, darunter Gräser, Leguminosen und Raps, zeigen bei Schwefelmangel:
- Helle bis gelbliche Verfärbung der jungen Blätter
- Schwaches Wachstum
- Ertrags- und Qualitätseinbußen
Durch moderne Luftreinhaltung gelangen kaum noch Schwefelverbindungen über den Regen in den Boden – eine bewusste Düngung ist daher oft nötig. Besonders bei hohen Erträgen und leichteren Böden sollte die Schwefelversorgung regelmäßig überprüft und ggf. ergänzt werden.
Mangan – für Wurzelkraft und Energiefluss
Mangan ist essenziell für:
- Die Photosynthese
- Den Stickstoffstoffwechsel
- Die Bildung von Enzymen und Chlorophyll
Mangel zeigt sich durch Aufhellungen zwischen den Blattadern (interkostale Chlorosen), besonders bei Mais und Getreide.
Manganmangel tritt vor allem auf bei:
- Hohen pH-Werten (>7,0)
- Kalkreichen Böden
- Hoher organischer Substanz
- Nach starker Kalkung
Blattdüngung mit manganhaltigen Spurennährstoffmischungen kann kurzfristig helfen – eine langfristige Bodenoptimierung ist aber das Ziel.
Zu viel Magnesium – ein oft übersehener Hemmfaktor
In unserer Region findet man häufig Böden mit überhöhten Magnesiumgehalten. Zu viel Magnesium kann folgende negative Auswirkungen haben:
• Verdrängung anderer Nährstoffe, insbesondere Kalium und Calcium
• Blockierung von Spurennährstoffen wie Bor, Mangan und Zink
• Beeinträchtigung der Bodenstruktur durch mangelnde Krümelbildung
Ein ungünstiges Kationenverhältnis (Ca:Mg:K) führt langfristig zu schlechter Bodengare, Verschlämmung und schlechter Durchlüftung. Hier gilt es gegenzusteuern – z. B. mit bodenverbessernden Maßnahmen und gezielter Spurennährstoffgabe, um das Gleichgewicht wiederherzustellen.

